Meine Welt der Bücher

Meyer, Conrad Ferdinand: Die Richterin

Details:

Originaltitel: Die Richterin
Genre: -
Reihe: -
Gattung: Novelle
Verlag: Reclam (2006)
ISBN: 9783150069523
Seiten: 96

 

 

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Das Buch lese ich für ein Seminar, das ich im kommenden Semester belege.

 

Klappentext: In seiner 1885 erschienenen Novelle Die Richterin gestaltet Conrad Ferdinand Meyer am Stoff einer in karolingischer Zeit angesiedelten analytischen Kriminalerzählung das Problem von Schuld und Sühne.

 

 

Inhalt und Aufbau:

Die Novelle um die Richterin Stemma, die zwischen Moral und juristischer Gerechtigkeit entscheiden muss, ist eingebettet in einen historischen Kontext zu Karl dem Großen. Stemma, die dritte Frau von Wulferins Vater, bittet ihn, nach dem plötzlichen Tod seines Vaters, nach Hause zurückzukehren, um vor Gericht zu erklären, dass er nicht glaubt, dass sein Vater von ihr vergiftet worden ist. Palma, die Stiefschwester Wulferins, soll verheiratet werden, himmelt, aber schon vor dem Kennenlernen, ihren unbekannten Bruder an.

 

Meine Meinung:

Meyer verwendet anfangs sehr viel religiöses Sujet, aber auch mystische Thematiken, wie Elben, die das Wolfshorn angefertigt haben sollen.

Man merkt, dass Meyer in seinen Novellen an die Grenzen des Realismus stößt. Vieles erscheint beim Lesen beinahe unwirklich und phantastisch, aber – bei genauerer Betrachtung – doch realistisch. Meyer steht genau an der Grenze zwischen phantastischer und realistischer Literatur.

Die Geschichte findet leider keine richtige Spannung und zieht sich daher, auch wenn es nur 96 Seiten sind. Die Verschleierung der Protagonisten hinter „Masken“, eine Spezialität Meyers, kommt aber dennoch durchaus durch und ist ihm sehr gelungen. Am Ende der Novelle geht es dann doch rasant zu, alles klärt sich auf, teilweise geahnt, teilweise unerwartet. Daher 3 ½ von 5 möglichen Sternen.

13.9.08 21:16

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL