Meine Welt der Bücher

Bashir, Halima: Halima - Mein Weg aus der Hölle von Darfur

Details:

Originaltitel:
Genre: Autobiographie
Reihe: -
Gattung: Roman
Verlag: Droemer (2008)
ISBN: 9783426274507
Seiten: 408

 

 

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Das Buch habe ich als Leseexemplar erhalten, um es zu rezensieren.

 

Klappentext: „Darfur. Ein Wort, das mit Blut und Leiden getränkt ist. Ein Begriff, der schreckliche Bilder heraufbeschwört. Schmerzen und Grauen, die in der zivilisierten Welt unvorstellbar wären. Aber für mich ist Darfur auch noch etwas anderes: Es ist meine Heimat.“

Im Jahr 2005 gelingt der jungen Ärztin Halima Bashir die Flucht aus dem Sudan. In einem der grausamsten Kriege unserer Zeit erlebte sie Leiden und Tod unzähliger Menschen, wurde Zeugin und schließlich auch Opfer von Folter und brutalem Missbrauch – denn sei hat es gewagt, sich aufzulehnen gegen den Terror.

Nun erzählt sie ihre Geschichte.

„Dies ist ein mutiges und wichtiges Buch. Halimas Schicksal muss bekannt werden, denn immer noch stellt sich die Welt taub gegenüber den Hilfeschreien aus Darfur. Dennoch lässt uns Halima voller Hoffnung zurück – und voller Ehrfurcht angesichts ihrer Tapferkeit“ Mia Farrow

 

Inhalt und Aufbau:

Halima Bashir erzählt liebevoll von ihrer Kindheit und ihrem Leben in Darfur, von schrecklichen Erlebnissen und der Flucht aus ihrer Heimat. Die Autobiographie ist verständlich geschrieben. Obwohl Halima von ihrem Heimatvolk, den Zaghawa, und ihrer – für Europäer – fremden Kultur, erzählt, kann man ihren Ausführungen doch sehr gut folgen. Die fremden Worte in der Zaghawa-Sprache werden erklärt und man fühlt sich schnell in ihre Welt hinein.

Halima Bashir bringt dem Leser in ihrem Buch, nicht nur die schrecklichen Erlebnisse näher, die sie erleiden musste, sondern auch die schönen Seiten ihrer eigenen Kultur und das Leben in Afrika, ein friedliches Leben, bis die Konflikte in der Region Darfur außer Kontrolle geraten sind.

 

Meine Meinung:

Der Anfang, d.h. die Schilderung ihrer Kindheit zieht sich an manchen Stellen etwas. Entschädigend ist aber die schrittweise Heranführung an den rassenpolitischen Konflikt. Ist man aber erst einmal über die ersten Seiten hinweg ist, so erlebt man hautnah den Konflikt zwischen der arabischen Elite und den afrikanischen Völkern mit.

Allerdings beinhaltet das Buch viele mitreißende und fesselnde Szenen, die die anfänglichen „Leseschwierigkeiten“ vergessen lassen. Man ist bewegt und zugleich sehr traurig, dass dieses Buch die Realität widerspiegelt und aufzeigt, welche Ungerechtigkeiten es in unserer Welt gibt. Daher 4 von 5 möglichen Sternen.

20.9.08 11:06

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL