Meine Welt der Bücher

Zusak, Markus: Die Bücherdiebin

 

 

Details:

Originaltitel: The Book Thief
Genre: Erzählung
Reihe: -
Gattung: Roman
Verlag: Bertelsmann (2008)
ISBN:
Seiten: 586

 

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Nach zahlreichen Empfehlungen auf anderen Bücherblogs und im BücherTreff-Forum konnte ich mich, als ich es in der Bertelsmannbuchhandlung sah nicht mehr zurückhalten und haben zugeschlagen. ^^

 

Klappentext: Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieler verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner – auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeltern.

Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Und sie stiehlt ihr erste Buch – ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher. Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. Und das des Todes.

Denn selbst der Tod hat ein Herz.

 

Inhalt: Das Buch erzählt die Geschichte von Liesel Meminger, die zur Zeit des Nationalsozialismus und des 2. Weltkrieges lebt. Gemeinsam mit ihrem Bruder sollte sie in einen kleinen Vorort von München zu Pflegeeltern ziehen. Doch ihr Bruder stirbt auf der Zugfahrt. Unverhofft fällt Liesel bei der Beerdigung ihres Bruders ein Buch in die Hände. Lesen kann sie nicht, aber auf ihrem Weg zur Bücherdiebin begleitet sie Hans Hubermann, ihr neuer Papa, den sie innigst liebt und der ihr hilft lesen zu lernen. Nacht für Nacht.

Eines Nachts steht plötzlich Max im Haus der Hubermanns. Max ist Jude. Sein Vater kämpfte schon mit Hans Hubermann im 1. Weltkrieg und starb dabei. Einst versprach Hans Max‘ Mutter seine Hilfe für das was ihr Mann im Krieg für ihn getan hat. Dieses Versprechen löst er nun ein, indem er Max in seinem Keller versteckt. Damit beginnt ein gefährliches Leben für die Hubermanns.

Der Anfang des Buches hat mich gleich fasziniert, wobei ich erst mal etwas überfordert war und gar nicht wusste, wer und über was genau gesprochen wird. Das Farbthema fand ich aber sehr gut gewählt, es war eine tolle und gleichzeitig ungewöhnliche Einleitung und Hinführung zum Thema.

Liesels Geschichte wird aus der Perspektive des Todes erzählt. Der Tod erzählt was er erlebt hat und warum ihn ausgerechnet dieses kleine, dürre Mädchen nicht mehr losgelassen hat, obwohl sie doch zu den Lebenden gehört, auf die der Tod keinen Einfluss hat. Er berichtet aber nicht nur von ihr, sondern von ihren Freunden und welchen er früher oder später selbst gegenüberstand.

 

Meine Meinung:

Das Buch hat mich zu tiefst berührt, auch wenn es nur eine fiktive Geschichte ist, könnte sie doch wahr sein. Liesels Leben im Münchner Vorort Molching ist eigentlich ein Alltägliches, ein Alltägliches zur Zeit des Krieges und dennoch berührt es einen zutiefst. Die Sicht des Todes ist eine Ungewöhnliche und doch hätte ich mir für das Buch keine andere vorstellen können. Er berichtet teilweise sachlich, teilweise komisch über die Menschen, die er zu verstehen versucht und es doch nicht ganz schafft. „Die Bücherdiebin“ erzählt nicht nur von Liesel, sondern von Menschen, die mit dem Nationalsozialismus leben, mit dem Hass auf Juden, aber auch von Menschen, die nicht einfach nur tatenlos zusehen und dafür büßen müssen. Daher 5 von 5 möglichen Sternen.

 

15.11.08 22:16

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL