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Meyer, C.F.: Der Heilige

 

 

Details:

Originaltitel: Der Heilige
Genre: -
Reihe: -
Gattung: Novelle
Verlag: Reclam (2002)
ISBN: 3150069483 Pick It!
Seiten: 156

 

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Meyers Novellen muss ich für ein Seminar lesen.

 

Klappentext: In einem Geschichtswerk des französischen Historikers Thierry hatte C.F. Meyer schon früher Thomas Becket, den Günstling Heinrichs II, kennengelernt und war von dieser „rätselhaften Gestalt“ so fasziniert, daß er noch nach 25 Jahren sich der Geschichte erinnerte und sich an die Ausarbeitung des Stoffes machte, woraus dann eine seiner besten Novellen erwuchs.

 

Inhalt und Aufbau: Meyers Novelle spielt im Hohen Mittelalter. Ein königstreuer Kanzler geht zum Christentum über. Der Erzähler Hans, ein Armbruster, berichtet einer Gruppe von Männern von Thomas Becket, Kanzler und König Heinrich. Er, als Augenzeuge, hat leibhaftig miterlebt, wie Heinrich die geheim gehaltene Tochter des Kanzlers entführt, wobei diese stirbt.

Aber anstatt dass ein unerbitterter Kampf zwischen den Männern ausbricht, bleibt Becket getreuer Diener des englischen Königs. Keinerlei Rache zeichnet sich auf seinem Gesicht aus. Er wird sogar in einen höheren Rang befördert, aber der Schein trügt.

 

Meine Meinung:

Die Novelle „Der Heilige“ zieht sich anfangs sehr. Man wird einfach so in die Rahmenhandlung hineingeworfen und weiß gar nicht – wenn man keine Sekundärliteratur zuvor gelesen hat – um was es geht. Dann aber wird man richtig in den historischen Kontext des Mittelalters hineingezogen und die Geschichte nimmt in dem nächsten Drittel Schlag auf Schlag ihren Lauf. Das letzte Drittel wiederum ist etwas zäher und liest sich schwer, allerdings stellt Meyer die Maskierung seiner Figuren, hier Thomas Becket, wunderbar dar. Der Mann, dessen Tochter sterben musste und der dem Verantwortlichen immer noch dient, ohne Zorn und Rachegedanken, zumindest lässt dies – laut Erzähler – sein Gesichtsausdruck und sein Verhalten deuten. Daher 3 ½ von 5 möglichen Sternen.

17.11.08 20:42

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